Ausflug zur Furthmühle


 

 Unser Halbtages-Ausflug am 22.Juli hatte als Ziel die über 850 Jahre alte Furthmühle in Egenhofen im Landkreis Fürstenfeldbruck.
Trotz wolkenbruchartigem Regen bei der Fahrt erreichten alle trocken die Mühle.

Die Furthmühle ist ein denkmalgeschütztes Gebäudeensemble aus dem frühen 19.Jahrhundert. Die noch bei Führungen in Betrieb befindliche Getreide- und Sägemühle ist ein bedeutendes kultur- und technikgeschichtliches Zeugnis.

Nach einem Auftakt-Kaffee führte der Eigentümer Herr Aumülller 12 Teilnehmer durch die Mühle und den Sägebetrieb. Man spürte in seinen Erläuterungen, dass der ehemalige Meister jedes Detail nicht aus Büchern, sondern aus eigenem Erleben kannte und somit fesselnd erläuterte.

Die Gebäude der Mühle und des Sägebetriebes wurden komplett in Holzkonstruktion mit Nut- und Federverbindung und Holznägeln errichtet und sind im Originalzustand. Lediglich wichtige Verbindungen wurden aus statischen Gründen mit Metallschrauben gesichert.

Die Antriebsenergie lieferte bis 1919 ein Wasserrad mit ca.5 m Durchmesser und einer Breite von 5m. Angetrieben wurde es durch Wasser der Glonn, das über einen 6 m breiten und 1,5 km langen Wassergraben der Mühle zugeführt wurde.

Heute liefert ein je 20 PS starker E-Motor die Kraft über die im Original-Zustand vorhandenen Transmissionen an die Maschinen.

Besonders eindrucksvoll waren der Aufzug der Firma Otis aus den Anfangszeiten des Aufzugsbaues, die Kettensäge der Firma Stihl, welche von 2 Männern getragen und bedient wurde sowie die 10-fachen Ertrags-Steigerung bei der Getreide-Verarbeitung.

Im Mühlencafe „Mahlgang“ war Gelegenheit, bei hauseigenen Kuchen und Kaffee das Gesehene zu „verdauen“.

Wer wollte konnte im Anschluss daran einen Spaziergang bei Sonnenschein zu einer schönen Kapelle unternehmen.

Dieter Bell

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Alle hören gespannt zu Getreidemühle
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Mahlwerk Mahlstein
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Walzenstuhl zum Schroten Sägewerk
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Die Stärkung war wohl verdient Spaziergang zur Kapelle